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Für das Recht auf freie Meinungsäußerung

 „Was darf Satire? Alles.“ (Kurt Tucholsky)

Freimaurerinnen stehen für das Recht der freien Meinungsäußerung

Die Frauen- Großloge von Deutschland (FGLD) verurteilt die abscheulichen Attentate von Paris. „Wir fühlen mit den Opfern und ihren Angehörigen und bekunden unsere Solidarität mit allen, die sich für Freiheit und gegen jede Form von Hass, Terror, Zwang und Gewalt einsetzen.“ Gleichzeitig warnt der Verband vor einer Pauschalverurteilung von Menschen und Gruppen, die mit solchen Gewaltakten nichts zu tun haben.

„In Freiheit leben zu können, bedeutet auch, seine Meinung frei äußern zu dürfen“, sagte die Vorsitzende der Frauen-Großloge von Deutschland (FGLD) Marita Gründler. „Dafür haben Generationen von Menschen vor uns gekämpft. Das Andenken all dieser Mutigen zu wahren und für die Freiheit der Presse und für die Freiheit der Europäer unsere Stimmen zu erheben, ist in diesen Tagen wichtiger denn je.“ Die Freimaurer und Freimaurerinnen in Belgien und Frankreich werteten den Anschlag als „Angriff auf die Werte der französischen Republik und einen ihrer Grundpfeiler, die Laizität.“

„Die Journalisten und Karikaturisten sind gestorben, weil sie furchtlos und mit spitzem Stift Kritikwürdiges auf den Punkt brachten“, so die Pressesprecherin der FGLD Sylvia Gräber. „Es kommt vor, dass sich Spott, Humor oder Satire gegen etwas richtet, was uns wertvoll und wichtig ist. Wir alle sollten lernen, gelassen damit umzugehen und das auszuhalten. Auch das ist gelebte Toleranz in einer bunten und vielfältigen Gesellschaft.“ Wer darauf mit Aggressivität, Gewalt und Mord reagiere, zeige nicht Stärke, sondern Schwäche.

Die Freimaurerinnen erinnern daran, dass auch in anderen Teilen der Welt schon lange Blut vergossen wird: Auch diesen Opfern von Terror und Gewalt gilt ihr Mitgefühl und ihre Solidarität.

Der Frauen-Großloge von Deutschland (FGLD) gehören 24 Freimaurerinnenlogen bundesweit an. www.freimaurerinnen.de. Die FGLD ist Mitglied des europäischen Dachverbands Centre de Liaison International de la Maconnery féminine. www.climaf.eu

 

 

Freimaurer in Deutschland: Wir sind Charlie!

Freimaurer in Deutschland: Wir sind Charlie! / "Was darf Satire? Alles." - Mit dem Stift hat Freimaurer Kurt Tucholsky in Krisenzeiten für Presse- und Meinungsfreiheit gekämpft - Heute 125. Geburtstag

Hamburg (ots) - Die Freimaurer in Deutschland sagen mit Kurt Tucholsky "Was darf Satire? Alles." Tucholsky hat schon 1919 zu Krisenzeiten die Presse- und Meinungsfreiheit verteidigt. Bruder Tucholsky ist heute allen Freimaurern ein Vorbild für Mitmenschlichkeit, Toleranz und brüderliche Solidarität. Genau heute vor 125 Jahren am 9. Januar 1890 ist er in Berlin geboren.

Nach dem feigen und blutigen Massaker an den humanistischen Satirikern und Journalisten von Charlie Hebdo durch Terroristen stehen die Freimaurer in Deutschland als Europäer fest an der Seite ihrer französischen Nachbarn.

Rüdiger Templin, Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland: "Die Freimaurer in Deutschland möchten den Angehörigen der Opfer und allen Franzosen ihr herzliches Mitgefühl aussprechen. Eure Brüder und Schwestern sind traurig über Euren menschlichen Verlust. Wir Freimaurer sind erschüttert über den Angriff auf das Symbol der Presse- und Meinungsfreiheit. Wir gedenken der Opfer in Dankbarkeit für ihr rastloses Engagement und ihre Lebensleistung im Namen der Humanität. Wir werden Euch niemals vergessen. Auch für uns Freimaurer gilt, was Bundespräsident Joachim Gauck gesagt hat. Wir sind "weder ohnmächtig noch hilflos." Von Terroristen lassen wir uns unsere Lebensweise nicht verändern. Wir wissen, dass die friedlichen Muslime nichts mit dem Terror gemein haben. Wir Freimaurer stehen in brüderlicher Verbundenheit als bloße Menschen zusammen, gleich welcher Herkunft oder Geburt, gleich welcher Berufs- oder Glaubensrichtung. Franzosen, wir stehen fest am Eurer Seite. Wir sind Charlie!"

Oliver Barckhan, Pressesprecher der VGLvD: "Kurt Tucholsky wird mit seinem "Was darf Satire? Alles." nun in den Medien zitiert. Tucholsky hat die Presse- und Meinungsfreiheit mit dem Stift verteidigt als er in Krisenzeiten unter dem Pseudonym "Ignaz Wrobel" am 27. Januar 1919 im Berliner Tageblatt mutig sein unerschütterliche Haltung zur Freiheit der Satire veröffentlichte. Tucholsky schrieb seinen Lesern: "Übertreibt die Satire? Die Satire muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten."
Br. Tucholsky Schlusssätze lesen sich heute so unerschütterlich wie damals: "Die echte Satire ist blutreinigend: und wer gesundes Blut hat, der hat auch einen reinen Teint. Was darf die Satire? Alles."

"In diesem Geist der Aufklärung hat Charlie Hebdo gearbeitet und so wird die Satire-Zeitung weiter mutig veröffentlichen. Herzlichen Dank dafür und viel Glück und Erfolg!", wünscht Oliver Barckhan, Pressesprecher der Freimaurer in Deutschland.

Die Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) - Bruderschaft der Freimaurer e.V. vertreten als Dachorganisation alle 15.300 Freimaurer. Die VGLvD stellen die alleinige, souveräne Vertretung der Freimaurerei in Deutschland gegenüber dem Ausland und der Öffentlichkeit dar. www.freimaurer.org

 

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Wie Freimaurerin werden?

Eine neue Schwester, so nennen sich die Mitglieder einer Loge, wird in einer feierlichen Initiation in die Loge aufgenommen. Bis es so weit ist, müssen beide Seiten, die Loge und die Suchende, sich kennengelernt haben. Dies geschieht in der Regel über den Besuch der offenen Vortragsabende in den Logen. Im Gespräch und in der Diskussion stellen so alle Seiten über einige Monate fest, ob eine Mitgliedschaft von Interesse ist. Letztlich stellt die Interessierte einen Antrag auf Aufnahme in die Loge, über den dann die Mitglieder abstimmen. Unsere Logen sind eingetragene Vereine, e.V. Die Aufnahme in die Freimaurerinnenloge ist damit zugleich ein Vereinsbeitritt. Die Satzung kann vor dem Beitritt eingesehen werden.