Kontakt mit Kotzbrocken - und wie war Ihr Tag?

Kotzbrocken

Für Menschen, die sich in unangemessener Weise äußern, gerne auch ohne jede Wertschätzung, habe ich als Kind das Wort “Kotzbrocken” gelernt. Gerade ist mir so einer begegnet. Jetzt frage ich mich, wie ich als Erwachsene und Freimaurerin in angemessener Form mit diesem Phänomen umgehe? Natürlich kommt es darauf an, in welchem Zusammenhang, in welcher sozialen Situation diese Begegnung stattfindet. Verpassen wir der Begegnung das Etikett “privat”. Mei erster Impuls folgt dem Motto “wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus”. Dementsprechend könnte ich mich, ohne mich jedoch selbst im Ton zu vergreifen, freundlich bestimmt zurückziehen. Hätte ich dem Kotzbrocken damit den Spiegel vorgehalten? Vielleicht würde er eine Verbindung zu seinem Verhalten erkennen, vielleicht auch nicht. Als Freimaurerin ist mir sehr bewusst, dass ich nur mich selbst verändern kann und niemanden sonst. Bedeutet das, dass ich mein Ego kontrollieren muss, dem Impuls, die Brocken hinzuschmeißen widerstehe und einfach mein Ding weitermache? Letztlich kommt es eben auch noch darauf an, worum es geht. In diesem Fall geht es um eine Unternehmung, an der viele Menschen engagiert beteiligt sind. Es bleibt eine Abwägungsfrage. Dass der Kotzbrocken mit seinem Verhalten womöglich durchkommt, daran hat mein Ego noch gewaltig zu knabbern.

(Foto: Christopher Paul / pixelio.de)

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4 Responses to “Kontakt mit Kotzbrocken - und wie war Ihr Tag?”

  1. Hana sagt:

    Liebe Karin,

    Bei allen Themen auf großer Bühne gibt es für jede von uns einen Alltag mit kleinen und großen persönlichen Themen. Auch mit denen setzen wir uns auseinander. Ganz offensichtlich erfüllen wir damit Ihre Erwartungen nicht. Dass Sie sich so schnell abschrecken lassen, wundert mich aber doch. Als Freimaurerin bemühe ich mich übrigens immer um einen wertschätzenden Umgang, auch und gerade dann, wenn ich inhaltlich anderer Meinung bin.

  2. Barbie sagt:

    Ja, ja. Solche Kotzbrocken kenne ich auch. Zunächst verschlägt es einem die Sprache, dann setzt akutes Fremdschämen ein und man fragt sich, hat dieser Mensch überhaupt keine Empathie oder ist dieses Verhalten wohlmöglich Absicht? Ich halte es in diesem Fall immer mit meinem alten Deutschlehrer, der in solchen Fällen zu sagen pflegte: Niemand ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Vorbild dienen. Und eigentlich ist dies für uns Freimaurerinnen dann doch auch gleich ein perfektes Übungsfeld, hier können wir neue Handlungsmuster erproben und, wenn es im privaten oder gar Logenrahmen ist, vielleicht unorthodoxe oder humorige Lösungen finden. Also, her mit den Kotzbrocken? Na, soweit würde ich dann doch nicht gehen.

  3. Karin C. sagt:

    Wow, ladies, da habt Ihr einen Beitrag geschrieben, der nur so zum Mitmachen aufruft….. (S-Modus aus…). Unter all den weltpolitischen Aspekten, wie sie sich heutzutage darstellen, hätte ich nicht schlecht Lust, an einem wirklichen “Anti-Unternehmen” teilzuhaben. Nur irgendwie fühle ich mich hier genauso wenig angekommen wie bei diversen politischen Parteien. Wenn ich mich heutzutage durch unsere selbst namhaften Medien “arbeite”, fühle ich mich mehr als ausreichend verloren, vergessen, vera….. Nicht anders geht es mir bei diesem Beitrag hier.

    Gute Nacht, Freundinnen - oder solche, die es vielleicht hätten werden können.

    Karin

  4. kotzbrocken2 sagt:

    - lass dass mit mit dem förmlichen schreiben, es ist peinlich soviel text mit sowenig informationsdichte lol, da helfen auch die tollen formulierungen nicht

    - strebe nach mehr skills und mehr weißheit anstatt dich zulange in ungewollten situation psychisch oder physisch zu verstricken

    “daran hat mein ego noch zu kabbern”

    ob du das glaubst oder nicht glaubst, du hast immer recht.

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